Lagerfeuer

Lagerfeuer,
ein besonderes „Spielzeug“

Und abends lodert das Lagerfeuer. So ist das seit der Menschwerdung. Der Volksmund warnt zwar vor dem Spiel mit dem heißesten aller Elemente. Aber wie soll man den verantwortungsvollen Umgang mit der ebenso segensreichen wie zerstörerischen Kraft üben, wenn nicht spielend? Außerdem gibt es nichts, was Kinder mehr nach draußen lockt, als die

Aussicht auf eine in der Glut angeschürte Fackel. Feuer heizt die Fantasie an. Es inspiriert Kinder und fordert ihnen Respekt ab. Man muss mit ihm nur richtig umgehen.

Andreas Pietsch , freier Autor mit Frau und drei erwachsenen Kindern

Autor

6 brandheisse Tipps

für den Feuerabend

Passender Ort

1. Passender Ort

Feuer machen ist gut. Aber wo? Am besten hinterm Haus. Und die Nachbarn dazu einladen, damit es kein Gemecker gibt. Oder den Freunden mit dem großen Garten ein verlockendes Angebot unterbreiten: „Ihr macht das Feuer und wir bringen die Getränke mit.“ Ansonsten bieten sich öffentliche Grillplätze oder eine freundliche Nachfrage bei den lokalen Behörden an.

Gescheiter Brennstoff

2. Gescheiter Brennstoff

Weder die alten Gummistiefel sind als Brennmaterial geeignet noch das letzte Zeugnis (auch wenn Ihr Kind das vielleicht anders sieht). Doch Scherz beiseite: Ohne trockenes Material geht gar nichts. Reisig, Rinde und Opas Kaminholz-Zuschuss sind Gold wert. Lassen Sie die Kinder im Umkreis nach Ästen und Laub Ausschau halten. Schnitzmesser nicht vergessen.

Richtiger Aufbau

3. Richtiger Aufbau

Das Feuer an einer windgeschützten und nach oben offenen Fläche mit Arbeitshandschuhen platzieren. Ein Steinkreis zeigt ihm seine Grenzen auf. Wer Lust hat, trägt vorher noch die Grasnarbe ab und legt sie am nächsten Tag zurück auf die verbrannte Erde. Wenn Sie vor dem Flammen-Event gerne erst noch grillen, lohnt sich die Anschaffung einer kombinierten Grill- und Feuerstelle.

Steinzeitliches Grillen

4. Steinzeitliches Grillen

Feuer machen und grillen: Das haben schon die Neandertaler praktiziert. Wurststückchen in die Flammen halten und den richtigen Moment zwischen „noch nicht durch“ und „total verbrutzelt“ abpassen. Stockbrot vom Grillrohr lieben alle Kinder als Lagerfeuer-futter. Das Rezept für den Teig gibt’s hier. Zur Nachspeise kommen Marshmallows auf den ausziehbaren Spieß.

Gute Unterhaltung

5. Gute Unterhaltung

Feuer ist Entertainment pur. Sollte trotzdem mal die Luft raus sein, erweitert die Taschenlampe den Aktionsradius der abenteuerlustigen Kinder. Später greift jemand zur Gitarre und erinnert an die alten Songs. In die Kuscheldecke eingehüllt – rechts Mama, links Papa, in der Hand ein Stockbrot – lässt Ihr Kind den Abend ausklingen. Hochzufrieden und total geschafft.

Sicheres Ende

6. Sicheres Ende

Das Feuer nicht aus den Augen lassen, bevor es vollständig erloschen ist. Eine Gießkanne sollte man ohnehin immer zur Hand haben. Die Überbleibsel richtig auskühlen lassen – das dauert! Am besten entsorgen Sie die Reste erst am nächsten Morgen. Die Asche kommt auf den Kompost, die angebrannten Holzstücke in den Müll. Denn die brauchen Ewigkeiten bis sie verrotten.

Viel Spaß bei faszinierenden Erlebnissen
mit Licht und Schatten!